Was bedeutet eMule?

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eMule

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[DLMURL="http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:EMule.jpg"]
[/DLMURL]

eMule ist ein weit verbreiteter alternativer eDonkey2000-Client für Windows-Systeme, mit dem Dateien über das eDonkey2000-Netzwerk ausgetauscht werden können (Tauschbörse). Der Quelltext ist frei zugänglich und steht unter den Bedingungen der GNU General Public License, weshalb es Entwicklern auf der ganzen Welt möglich ist, an der Entwicklung von eMule teilzunehmen beziehungsweise eMule auf andere Betriebssysteme zu portieren (Open Source).

Inhaltsverzeichnis // [AnzeigenVerbergen] 1 Geschichte

2 Technik

3 LowID

4 Features

5 Aktuelle Daten

6 Client-Software

7 Weblinks

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Geschichte

Die Wurzeln von eMule lassen sich auf den Tag des 13. Mai 2002 zurückführen, als Hendrik Breitkreuz alias Merkur mit dem originalen eDonkey2000-Client unzufrieden war und deshalb entschied, einen besseren zu entwickeln. Die erste offizielle Version (0.02) wurde am 6. Juli 2002 als Quelltext unter SourceForge zum Download bereit gestellt und ist dort heute noch abrufbar. Mittlerweile hat sich Merkur von der öffentlichen Entwicklung zurückgezogen, unterstützt das Projekt aber noch heute.

Da eMule von Anfang an mit Quelltext veröffentlicht worden ist, dauerte es nicht lange, bis die ersten Modifikationen – so genannte Mods – auftauchten. Diese erweitern eMule um viele Features, die teilweise heute schon in die offizielle eMule-Version übernommen wurden. Es war von Anfang an klar, dass mit rudimentären Programmierkenntnissen die typische eDonkey-Downloadbeschränkung ausgehebelt werden konnte, weshalb eMule in der Anfangszeit häufig als Leecher-Client galt. Um diesem entgegen zu treten wurde mit der Version 0.19a vom 14. September 2002 ein Credit-System eingeführt.

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Technik

eMule baut auf das serverbasierte eDonkey2000-Netzwerk auf, verfügt aber über zusätzliche Suchalgorithmen für Quellen wie den Quellenaustausch sowie über das serverlose Kad, das auf dem Kademlia-Algorithmus basiert.

Etwa 98% aller eMule-Nutzer sind mit einem Server und somit dem ed2k-Netz verbunden. Der jeweilige Server speichert alle von einem verbundenen Client freigegebenen Dateien. Fragt ein anderer Client nach einer bestimmten Datei an, liefert der Server ihm bekannte (verbundene) Clients, die diese Datei anbieten. Die Kontakaufnahme und der Download erfolgen dann direkt von Client zu Client ohne den Server (Ausnahme: LowID). Weitere Quellen für jeden Download findet eMule, indem es mit anderen Clients Quellen austauscht. Lädt etwa Client A die Datei X von Client B runter, fragt er B auch, welche weiteren Clients er kennt, die ebenfalls X anbieten. Fast 90% aller Quellen findet eMule mittlerweile über diesen sog. Quellenaustausch, der Server dient also nur fürs Finden einiger anfänglicher Quellen. eMule fragt ausserdem alle Server in der Serverliste nach Quellen, nicht nur den verbundenen.

Daher ist es auch, entgegen einer verbreiteten Auffassung, egal, mit welchem Server man verbunden ist. Bei einer (standardmäßig aktivierten) "globalen" Suche werden sowieso alle bekannten Server gefragt und etwa 90% der Quellen erhält man von anderen Clients, nicht von Servern.

Neben Server und Quellenaustausch gibt es neuerdings eine dritte Methode um an Quellen zu kommen. Da bei einem Ausfall vieler großer Server auch der Quellenaustausch nicht mehr richtig funktioniert (man braucht ja erst ein paar Quellen um überhaupt tauschen zu können), wurde Kademlia als sehr stabiles Netz hinzugefügt. Es gibt hierbei keine speziellen Server mehr, sondern jeder Client ist selber zugleich Server und arbeitet Suchanfragen anderer Clients ab. Der Vorteil ist hierbei, dass das Netz nicht mehr von einigen Serverbetreibern abhängig ist, der Nachteil ist, dass die Verwaltung auf jedem Client etwas Bandbreite kostet (1-2kb/s im Upload).

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LowID

Ein oft nicht genau verstandener Teil von eMule ist die sog. LowID. Wie oben geschildert, erhält eMule von den Servern die Adresse eines anderen Clients, von dem er eine Datei laden möchte. Im Normalfall kontaktiert eMule diesen anderen Client dann direkt und fragt nach einem Downloadplatz. Befindet sich der andere Client aber hinter einer Firewall oder einem restriktiv konfigurierten Router, so blockt dieser die Anfrage unseres Clients ab, ein solcher hat dann eine LowID. In diesem Fall muss die Kontaktaufnahme über den Server erfolgen, unser Client teilt dem Server mit, dass er von einem LowID-Client herunterladen möchte, der Server sagt dies dem verbundenen LowID-Client und dieser kontaktiert dann unseren Client.

Eine LowID ist also keine bösartige Einschränkung von Nutzern hinter einer Firewall, sondern schlicht eine technische Notwendigkeit. Da der Client nicht direkt erreichbar ist, muss dies über den Umweg über den Server geschehen. Ein LowID-Client kann nicht von aussen kontaktiert werden, daher können zwei LowID-Clients nicht voneinander herunterladen, ausserdem verursacht die Vermittlung über den Server Last auf diesem, daher sollte man wenn möglich seinen eMule von aussen erreichbar machen. Meist ist es nur eine falsch konfigurierte Firewall oder ein Router der das Problem verursacht. Anders bei Firmen oder Unis, wo ein Administrator absichtlich den Zugriff von aussen blockt.

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Features

Dies ist eine Liste einiger Besonderheiten des originalen eMule-Clients. So genannte eMule-Mods verfügen häufig über die gleichen Features, aber auch eigene Erweiterungen.


  • eMule ist Open Source und frei von Adware und Spyware.
  • eMule nutzt mehrere Netzwerke (ED2K, Quellenaustausch, "Kad")
  • eMule verfügt über ein internes Credit-System, das Clients, die zu einem Client etwas hochgeladen haben, schneller bei diesem durch die Warteschlange laufen lässt.
  • Es verfügt über eine integrierte Datenkompression zwischen eMule- und kompatiblen Clienten.
  • PeerCache wird unterstützt, eine Technologie, welche es Internetprovidern erlaubt, ihr Bandbreitenaufkommen von eMule durch Caching zu reduzieren.
  • Die „Intelligente Fehlerkorrektur“ von eMule, die mitlerweile durch AICH stark verbessert wurde, findet fehlerhafte Dateisegmente mit einer Genauigkeit von wenigen Kilobytes.
  • Mit der Vorschaufunktion können Videos und Archive angeschaut werden, bevor sie vollständig heruntergeladen wurden.
  • Es ist möglich die Downloads zu kategorisieren und in unterschiedliche Ordner zu verteilen.
  • Die Verwendung von komplexen booleschen Suchanfragen wird unterstützt.
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Aktuelle Daten

Derzeit besitzt das eDonkey2000-Netzwerk ca. 2,7 Millionen aktive Benutzer, was je nach Wochentag und Tageszeit nach oben und unten schwankt. Mittlerweile hat es FastTrack als größtes P2P-Netzwerk überholt. Das ebenfalls von eMule genutzte Kad-Netzwerk hat etwa 2 Mio. Benutzer, von denen allerdings etwa 90% gleichzeitig mit dem eDonkey2000-Netz verbunden sind und somit schon unter die 2,7 Mio. Nutzer fallen, insgesamt kann man daher von ca. 3 Mio. Nutzern (ed2k und Kademlia) ausgehen.

Seit der Veröffentlichung des eMule-Clienten bei SourceForge wurde der original Client über 84.000.000 mal und von der [DLMURL="http://content.emule-project.net/"]offiziellen eMule-Content-Seite[/DLMURL] ([DLMURL]http://content.emule-project.net[/DLMURL]), die seit dem 8. Dezember 2003 zur Verfügung steht, über 6.500.000 mal heruntergeladen.

eMule liegt zurzeit in der Version 0.45b vor.

(Stand: 12. Februar 2005)

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Client-Software


  • eMule – original Client für Windows
  • aMule – Client für Windows, Linux/Unix, BSD und Mac
  • [DLMURL="http://de.wikipedia.org/wiki/XMule"]xMule[/DLMURL] – Client für Windows, Linux/Unix, BSD und Mac
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Weblinks


  • Offizielle Webseiten
    • Website (Website)
    • Forum (Forum)
    • Projektseite (Projektseite)
 
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