Cyanogen Inc. & OnePlus: Entwickler-Legende François „Supercurio“ Simonds steigt aus

Soulfly999

Teammitglied a. D.
Beiträge
2.103
Scheint wohl dicke Luft bei Cynogen Inc. und OnePlus besonderns wegen dem gelbstichigen Display zu geben, weswegen François „Supercurio“ Simonds aussteigt.

Artikel stammt von Androidnext:
Der für zahlreiche Software-Verbesserung an der Audio- und Displayqualität von Android-Geräten bekannte Entwickler François „Supercurio“ Simondstrennt sich von seinem Arbeitgeber Cyanogen Inc. und insbesondere auch vomOnePlus One. Vor allem ungünstige Arbeitsbedingungen seien für diesen Schritt verantwortlich gewesen – die unter anderem auch speziell dem Management von OnePlus zuzuschreiben sind.
Supercurio-francois-simonds-1024x682.jpg


Wenn Entwickler aus der Community plötzlich bei großen Unternehmen arbeiten – oder im Falle von Steve „Cyanogen“ Kondik gar ein eigenes Unternehmen gründen – kann dies unterschiedliche Verläufe nehmen. Während Alin Jerpelea vom Free Xperia-Team, mittlerweile One-Man-AOSP-Entwickler bei Sony, sicherlich eine Erfolgsstory in dieser Hinsicht darstellt, Steve Kondik hingegen vor der Gründung der Cyanogen Inc. für einige Zeit bei Samsung eingestellt war, gibt es mit François „Supercurio“ Simonds nun ein Beispiel für einen weniger erfreulichen Ausgang. Kaum ein halbes Jahr nach der Einstellung bei der Cyanogen Inc. streicht der in der Community vor allem durch seinen Galaxy S-Lagfix und die berühmten Voodoo-Tweaks bekannt gewordene Android-Entwickler die Segel und gibt die Arbeit an der CyanogenMod auf, insbesondere aufgrund von Frustrationen im Zusammenhang mit dem OnePlus One, für das die Firma als Auftragnehmer eine angepasste Android-Software entwickelt.

Einer der Gründe für den Ausstieg sind die regionalen Unterschiede gewesen – Supercurio ist Franzose und lebt auch in Frankreich, wohingegen die Cyanogen Inc. in Amerika angesiedelt ist, was zu einem Zeitzonenunterschied von 9 Stunden, dementsprechend zu nächtlichen Arbeitszeiten für den Entwickler führte. Es gab aber auch Probleme mit dem Management von OnePlus. Supercurio ist in der Entwicklung unter anderem für die Kalibrierung des Displays verantwortlich gewesen – ein ziemlicher Brennpunkt, da sich seit Release des OnePlus One viele Nutzer über einen sichtlichen Gelbstich beschwerten. Der Entwickler selbst erklärte, dass es sich hierbei tatsächlich eigentlich um einen natürlichen Weißton handle, allerdings LCDs produktionsbedingt Schwankungen aufweisen können, die wiederum durch Kalibrierung ausgeglichen werden müssen.
OnePlus-One-Custom-ROMs-official.jpg


Nun lag das Problem an der mangelnden Kooperationsbereitschaft von OnePlus, denn zur Ermittlung einer optimalen Kalibrierung hätte der Entwickler eine Stichprobe von mindestens 10 verschiedenen Geräten benötigt. Die Smartphones waren allerdings derartig knapp, dass OnePlus dem Entwickler lediglich ein einziges Gerät zur Verfügung stellen wollte, obendrein noch einen unfertigen Prototypen. Als ob dies noch nicht genug gewesen wäre, schob OnePlus sämtliche Probleme mit der Kalibrierung gewissermaßen auf Supercurio und behauptete fälschlicherweise, dass das integrierte Tool zur Displaykalibrierung etwas am Gelbstich ändern könne, was laut Simonds schlichtweg falsch gewesen sei.

Unmittelbare Schuldzuweisungen an seinen ehemaligen Arbeitgeber gibt es seitens des Entwicklers dennoch nicht, er bereue es nicht, für die Cyanogen Inc. gearbeitet zu haben und hinterlässt den Nutzern des OnePlus als Abschiedsgeschenk einige Features im kommenden Update. Dazu zählt die Möglichkeit, Fotos vom OnePlus One im RAW-Format (DNG) abspeichern zu können, auch weitere Kamera-Optimierungen von Supercurio wird es ein letztes Mal geben. Und wie geht es weiter bei Supercurio? Genaues verriet er nicht, für ihn sei aber bereits ein neues Projekt in Sicht, ließ Simonds durchblicken – und zwar eines, das keine Root-Rechte benötige.

Supercurios Weggang ist ein herber Verlust für die Cyanogen Inc. und indirekt OnePlus – nachdem bereits Schlüsselfigur Koushik „Koush“ Dutta im April die Firma verlassen hatte. Es bleibt abzuwarten, ob ohne Supercurio überhaupt noch Hoffnung besteht, dass OnePlus die Display-Kalibrierungsprobleme in naher Zukunft in den Griff bekommt. Er selbst schließt im Übrigen nicht aus, dass zumindest die CyanogenMod seinen Weg in Zukunft nochmal kreuzen wird.

Textquelle: Androidnext
Quelle: François Simonds @ Google+ [via reddit]
 

Top